„Wie können wir Kämpfe gewinnen?“ am Beispiel der Krankenhausbewegung

Datum: 24.04.2022

Ort: HGB10    Zeit: 16-18 Uhr

Veranstalter*in: Verdi mit Aktiven der Krankenhausbewegung

Referent*innen: Aktive der ver.di Jugend im Uniklinikum Essen

Nach dem erfolgreichen Kampf der Berliner Krankenhausbewegung mit einem 1-Monatigen Streik und Tarifbindungen in sämtlichen Bereichen sind Organizer*innen nun an 6 Unikliniken in NRW dabei, die Menschen zu organisieren und das 100-Tage Ultimatum durchzusetzen. Anlässlich des 1. Mai’s und der Landtagswahl wird das Thema Gesundheit und Arbeitsbedingungen im Krankenhaus zum Thema in NRW. In dem Vortrag wird es um die Strategie des Organizings gehen und was gerade in der Kampagne der Krankenhausbewegung NRW passiert. In der Diskussion wollen wir mit Euch unter anderem darüber ins Gespräch kommen, was andere Bewegungen davon lernen und dem abgewinnen können.

Im Anschluss grillen wir auf dem Grillplatz vor dem HGB-Gebäude. Wir freuen uns, gemeinsam einen spannenden Auftakt der diesjährigen KriWo zu feiern!

DemokratischerKonföderalismus-ein alternatives Geschäftsmodell

Datum: 25.04.2022

Ort: GB 03/42    Zeit: 16-18 Uhr

Veranstalter*in: YXK Dortmund

Der Demokratische Konföderalismus, der auf den drei Säulen Frauenbefreiung, Ökologie und Selbstverwaltung beruht, ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit mit der Gesellschaft und politischer Bildung. Die Menschen organisieren sich in Rätestrukturen, die von unten nach oben aufgebaut sind. Neben den zahlreichen Kommunen für alle möglichen Bereiche des alltäglichen Lebens wird das politische Bewusstsein im Rahmen von Bildungsprogrammen bestärkt. Besonders inspirierend ist, dass die Frau den Maßstab für die Befreiung der Gesellschaft legt. Folglich kann eine freie Gesellschaft nur existieren, wenn die Frau aus der 5000-jährigen alten Zivilisation der Klassengesellschaft befreit wird. Die Revolution in Rojava ist vor allem eine Frauenrevolution. Letztlich beruhen alle gesellschaftlichen Probleme auf der Unterdrückung der Frau durch das Patriarchat. Von den Frauenverteidigungseinheiten bis hin zur den Frauenräten und deren Einrichtungen organisieren sich die Frauen. So kommen sie, und mit ihnen die gesamte Gesellschaft, der Befreiung immer näher. In der demokratischen Föderation Nordsyrien ist multiethnisches Leben möglich geworden.

Prostitution oder Sexarbeit? – Offene Diskussion über die Position der Gewerkschaften

Datum: 25.04.2022

Ort: HGD30        Zeit:18-21 Uhr

Veranstalter*in: DGB HSG

Der Themenkomplex Sexarbeit/Prostitution wird seit Jahrzehnten innerhalb der Politik und den Gewerkschaften diskutiert. Seitdem 2002 das ‚Prostitutionsgesetz‘ in Kraft getreten ist, ist Prostitution offiziell eine Dienstleistung und fällt innerhalb des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in den Bereich der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Während der Pandemie wurde in Deutschland, speziell auch im Landtag NRW, verstärkt über das Verbot von Sexkauf und das Nordische Modell (Schweden) diskutiert, auch ver.di hat dazu im NRW Landtag Stellung bezogen. Wir wollen hier mit GewerkschaftlerInnen, Personen mit persönlicher Erfahrung in Sachen Prostitution/Sexkauf und euch gemeinsam über die Positionen der deutschen Gewerkschaften diskutieren. Dazu gehören Fragen nach dem Arbeits- und Dienstleistungscharakter, der Vertretung und Arbeitskämpfen mit und durch die Gewerkschaften, den Positionen von Gewerkschaften außerhalb Deutschlands; nach der Unterscheidung zwischen ‚freiwilliger Sexarbeit’ und ‚Zwangsprostitution’.

Wir freuen uns, mit euch gemeinsam zu diskutieren

Staatsschulden – Wie der Sparsamkeitsmythos zu Ungleichheit führt

Datum: 26.04.2022

Ort: GB 03/42    Zeit: 16-18 Uhr

Veranstalter*in: FSR Sowi

Referent: Stephan Kaufmann

Im politischen Diskurs über den Staatshaushalt herrscht in Deutschland ein neoliberales Dogma welches besagt ein Staat könne nur so viel ausgeben wie er einnehme. Doch dieser Sparsamkeitsmythos ist aus wissenschaftlicher Perspektive veraltet und trägt aktiv zur wachsenden Ungleichheit bei. Nicht zuletzt in der COVID-19 Pandemie hat sich gezeigt, dass Investitionen möglich sind, wenn der politische Wille dazu existiert. Wie durch zwanghafte Sparsamkeit Ungleichheit wächst und wer davon profitiert erfahren wir in einem Vortrag von Stephan Kaufmann mit anschließender Diskussion.

Antikommunismus: Instrument und Ideologie zur Bekämpfung emanzipativen Fortschritts

Datum: 26.04.2022

Ort: HGD 30     Zeit: 18-21 Uhr

Veranstalter*in: FSR Sowi

Referent: Cristian L.

Der Antikommunismus hat eine lange Geschichte, besonders in Deutschland hat er seine stärksten Auswüchse gehabt. Doch was ist Antikommunismus? Der Antikommunismus, welcher zusätzlich auch sexistische, antisemitische und verschwörerische Formen annimmt, ist ein Vorwurf, der von Anti-demokratischen bis Konservativen Kräften genutzt wird, um gegen jede soziale Politik zu hetzen. Ob es früher um die „jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung“ geht, die angebliche Vergesellschaftung aller Frauen für die Arbeiter, die McCarthy-Ära oder heutzutage „Mindestlohn ist DDR pur nur ohne Mauer“ (FDP), das Gerede vom „Kulturmarxismus“ oder „Ökodiktatur“ „…wieviel DDR steckt in der SPD“ (BILD) oder „Wer Enteignung sagt, muss auch Gulag sagen“(WELT). Sobald eine politische Gruppe eine Forderung nach bezahlbarem Wohnraum, gesetzlichen Versicherung, Gleichberechtigung fordert, schallt ihr direkt entgegen: „DDR! Stalin! Gulag!“

Antifeminismus als Scharnier – historischer Überblick und aktuelle Verschränkungen

Datum: 27.04.2022

Ort: Soziales Zentrum Bochum Zeit: 19-21 Uhr

Veranstalter*in: Offenes Antifa Café

 Referentin: Jenny D.

Emanzipatorische Bestrebungen sind seit jeher mit reaktionären Gegenbewegungen konfrontiert. Antifeminismus hängt dabei eng zusammen mit Sexismus und Misogynie und begegnet uns häufig auch im universitären Alltag. Dabei ist es nicht immer leicht, Antifeminismus zu erkennen und dagegen zu handeln. Im Vortrag werfen wir einen Blick darauf, was das Phänomen Antifeminismus ausmacht, in welchem Kontext er erstand, wo er uns heute begegnet und mit welchen Themen er verschränkt ist.

Kubas Gesundheitssystem in Corona- und Blockadezeiten und seine weltweiten medizinischen Einsätze

Datum: 28.04.2022

Ort: GB 03/42     Zeit: 16-18 Uhr

Referent: Klaus Piel

Veranstalter*in: Humanitären Cuba Hilfe e.V.

Spätestens seit der Bekämpfung des Ebola-Ausbruches in Westafrika 2014/15 und der COVID-19 Pandemie 2020 sind Kubas weltweite medizinische Einsätze auch ein Thema der Mainstreammedien.

Selbst die New York Times lobte diesen Einsatz in Leitartikeln. Kürzlich wurde speziell das medizinische Kontingent Henry Reeve, geschult für weltweite Einsätze bei Naturkatastrophen und Epidemien, erneut zum Friedennobelpreis vorgeschlagen, auch von der WHO, die kubanische Ärzte immer wieder angefordert hat und ihren Einsatz aufs Höchste lobt und auszeichnet. Andere Kräfte, speziell die USA, versuchen, diesen Einsatz zu desavouieren und zu sanktionieren. So spricht man einerseits bei den kubanischen Gesundheitsexperten von Agenten, andererseits bezeichnet man sie als Sklaven eines diktatorischen Systems. Schon lange bemüht sich die USA mittels eines speziellen Programms, kubanische Ärztinnen und Ärzte auf ihren Auslandseinsätzen abzuwerben und Kuba so zu schwächen. Trump wollte sogar die Staaten sanktionieren, die kubanische medizinisch Spezialisten zum Wohle ihrer Bevölkerung anfordern.

Klaus Piel, selbst Arzt, Vorsitzender der Humanitären Cuba Hilfe e.V. in Bochum und Vorstandsmitglied von mediCuba-Europa, will versuchen, Licht in diesen Dschungel von Fakten, Meinungen, Halbwahrheiten und ganz vielen Fake News zu bringen. Er wird das etwas andere Gesundheitsmodell Kubas vorstellen, auf die Motivation und den Erfolg der internationalen Einsätze eingehen und Kubas Kampf gegen die Coronapandemie im eigenen Land und weltweit schildern.

Auch die völkerrechtswidrige US-Blockade, die das Land zu strangulieren droht und eine wirtschaftliche Erholung und Entwicklung unmöglich macht, und die weltweiten Proteste dagegen werden zur Sprache kommen.

Perspektive auf die Klimakrise

Datum: 28.04.2022

Ort: HGD30 Zeit:18-21

Veranstalter*in:  Students for Future Bochum

Referent*innen: Marius Maleschka, Lusian Borchers, Robin Wegener

Die Klimakrise ist doch nur ein Ökothema? Falsch, jede Disziplin kann etwas zur Krisenbewältigung beitragen! Gemeinsam mit euch wollen wir die Perspektive wechseln und so einen breiteren Blickwinkel auf die Klimakrise einnehmen. Wir schauen uns an, welche Erklärungen und Lösungsansätze sozialwissenschaftliche und geografische Perspektiven bieten können:

Sozialwissenschaft – Warum beziehen wir uns in unserem politischen Handeln auf das Konzept der Klimagerechtigkeit? Welche Vorteile bietet die Intersektionale Perspektive? Und warum reicht nicht nur einfacher Klimaschutz? Ihr erfahrt etwas über die Entstehung der Klimagerechtigkeitsbewegung und das theoretische Konstrukt dahinter.

Geografie – Städte sind sowohl Verursacher als auch Geschädigte der Klimakrise. In diesem Teil werden wir uns anschauen, welche konkreten Maßnahmen für Städte zur Klimaanpassung und zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes schon gegeben sind, und wie Bochum und andere Städte in Deutschland diese umsetzen.

„Zusammen sind wir stärker“ – 1×1 der Verbündetenschaft

Datum: 29.04.2022

Ort: Online via Zoom Zeit: 14-16 Uhr

Referent*in: Blu Doppe von queertopia.de

Veranstalter*in: FSR Sowi

Begrenzt auf 20 Teilnehmende, Voranmeldung nötig unter: https://ogy.de/0rbo

Das Konzept der Verbündetenschaft (engl. allyship) beschreibt Strategien, wie Menschen mit gewissen Privilegien mit Menschen zusammen kämpfen können, die diese Privilegien nicht haben. Dazu werden wir folgende Fragen bearbeiten: Was bedeutet Verbündetenschaft? Wo liegen die Ursprungsideen? Wer kann mit wem Verbündet-Sein und warum? Wie kann ich mit meinen Privilegien achtsam umgehen und sie teilen? Wie kann ich mich mit anderen verbünden?