Resist Academia

Datum, Uhrzeit: Dienstag 17.06., 16 Uhr
Ort: GA 04/61
Veranstalterin: Autonomes queer*feministisches Referat
Referent*in: Tarah-Tanita Truderung

Tarah-Tanita Truderung stellt aus ihrem Buch ‚Resist Academia‘ vor: Strategien des Widerstands für Studierende mit Diskriminierungserfahrungen an deutschen Hochschulen. Tarah-Tanita Truderung, selbst eine afro-deutsche, Schwarze und ehemalige Studentin bietet eine antirassistische und feministische Analyse der deutschen Hochschullandschaft und fordert das koloniale und hegemonische Wissenschaftssystem heraus.

Mit Selbstverwaltung und Basisdemokratie gegen den Rechtsruck – Warum die FAU mehr als nur Gewerkschaft ist

Datum, Uhrzeit: Montag 16.06., 18 Uhr
Ort: GD 04/520
Veranstalter*in: FAU Ruhr

barrierefreier Ort, barrierefreies WC GD 04/133 oder 04/135

Die FAU Ruhr ist eine basisdemokratische Selbstorganisation von Arbeiter*innen, die das Ziel verfolgt eine Wirtschafts- und Gesellschafts-ordnung aufzubauen, die auf kollektiver Selbstverwaltung basiert. Wir setzen auf klassenkämpferische, direkte Aktionen und (internationale) Solidarität statt Sozialpartnerschaft, Standortlogik und Parteipolitik. Wie genau das gegen den Rechtsruck helfen kann und warum es bei all den schlechten Nachrichten auch Grund zur Hoffnung gibt, wird die FAU in ihrem Vortrag darstellen.

“Was muss die Uni? Die Uni muss brennen!” Feministische Kritik der Universität heute

Datum, Uhrzeit: Montag 16.6., 16 Uhr
Ort: GD 04/520
Referent*in: Luca Hermsen

barrierefreier Ort, barrierefreies WC GD 04/133 oder 04/135

Die Bedingungen der modernen Universität gehen nicht spurlos an den Menschen vorbei, welche in diesen lehren und lernen müssen. Dadurch wird Bildung unter den gegenwärtigen Verhältnissen zu einem Instrument der Reproduktion kapitalistischer Ideologie. Studium und Lehre werden auf Credit Points, Prüfungen und Evaluationen reduziert. Der Vortrag unternimmt den Versuch, die Bologna-Reform als Anfangspunkt des neoliberalen Umbaus der Universität zu betrachten und fragt dabei nach den Auswirkungen auf die Studierenden und Lehrenden innerhalb der betriebswirtschaftlichen Universität. Fluchtpunkte der Zurichtungen werden mithilfe einer feministischen Kritik aufgezeigt, welche emanzipatorische Möglichkeiten eröffnen möchte. 

„This is not me“

Datum: 29.04.2023

Ort: Neuland Zeit: 19 Uhr

Veranstalter*in: Fachschaftsrat Sozialwissenschaft

Der FSR Sowi lädt zum gemeinsamen Filmschauen mit anschließendem Bar-Abend ins Neuland ein!
Wir zeigen den 2022 erschienenen Dokumentarfilm „This is not me“ des iranischen Filmemachers Saaed Gholipour.
In der ca. 71 minütigen Dokumentation werden die zwei trans Männer Saman (27) und Shervin (16) drei Jahre lang auf ihrem rechtlichen und persönlichen Weg der Transition im Iran begleitet.
Der Film wird auf persisch mit engl. Untertiteln gezeigt.
Einlass: 18:00 Uhr – Beginn: 19 Uhr
Anschließend möchten wir die Kriwo gemeinsam im Neuland ausklingen!
Adresse: Neuland, Rottstr. 15, 44793 Bochum

Bochum im Faschismus – Faschismus in Bochum

Datum: 29.04.2023

Ort: Stadtpark Zeit: 15-18 Uhr

Veranstalter*in: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

Referent*in: Michael Niggemann

Der Rundgang beginnt am Haupteingang des Stadtparkes gegenüber dem Kunstmuseum. Hier ist bereits die erste Gedenktafel an Gräueltaten der Faschisten. Auf dem weiteren Weg durch die Stadt wird an weiteren Orten die Zeit des Faschismus sichtbar (u.a. Polizeipräsidium, Rathaus, ehemalige Synagoge, Judenhäuser, Stolpersteine verschiedener Opfergruppen, Orte der Arisierung usw.). Wo es aktuell Bezugspunkte zu Neofaschisten gibt, wird das in den Rundgang einbezogen.

Treffpunkt und Ablauf: Haupteingang des Stadtparkes gegenüber dem Kunstmuseum. Dauer ca. 3 Stunden.

Geschichte der Klimagerechtigkeit

Datum: 29.04.2023

Ort: Botopia (Griesenbruchstraße 9, 44793 Bochum) Zeit: 13-15 Uhr

Veranstalter*in: Students for Future Bochum

Die Klimakrise ist doch nur ein Ökothema? Falsch, jede Disziplin kann etwas zur Krisenbewältigung beitragen! Gemeinsam mit euch wollen wir die ǝʌıʇʞǝdsɹǝd wechseln und so einen breiteren Blickwinkel auf die Klimakrise einnehmen. Wir schauen uns an, welche Erklärungen und Lösungsansätze sozialwissenschaftliche Perspektiven bieten können:
Warum beziehen wir uns in unserem politischen Handeln auf das Konzept der Klimagerechtigkeit? Welche Vorteile bietet die Intersektionale Perspektive? Und warum reicht nicht nur einfacher Klimaschutz? Ihr erfahrt etwas über die Entstehung der Klimagerechtigkeitsbewegung und das theoretische Konstrukt dahinter.

Opa war eben doch ein Nazi! Kritische Familienforschung als notwendiger Beitrag für eine neue Erinnerungskultur.

Datum: 28.04.2023

Ort: GD 03/141 Zeit: 18-21 Uhr

Veranstalter*in: Aktionswochen gegen Antisemitismus an der RUB

Referent*in: Dr. Steffen Leibold

Die politisch flankierten Hauptlinien deutscher Erinnerung an den nationalsozialistischen Terror ist für viele Menschen in Deutschland eine Zumutung. Aus Sicht der Mehrheitsgesellschaft wird von Versöhnung gesprochen, wo Rache erwartet werden kann. Die Deutung des 8. Mai 1945 als einem Tag der Befreiung kann dazu führen, dass die Rückschau auf die NS-Zeit von einer Unterscheidung zwischen Deutschen und Nazis geprägt ist – wobei die Nazis in der Familienerinnerung immer die anderen waren.
Dass das nicht stimmt, zeigen zahlreiche Forschungen zur NS-Zeit. Dieses Wissen muss aber in dass kommunikative Gedächtnis von Familien mit nationalsozialistischer Familiengeschichte übergehen, damit dort eine unheilbare Wunde gerissen wird, über die dauerhaft sichtbar gemacht wird, dass der allergrößte Teil der Deutschen gerne, wissentlich und willentlich ein Teil des nationalsozialistischen Systems war und dieses System mitgeprägt hat. Erst dann können Menschen mit so genanntem Nazihintergrund Teil der Erinnerungskultur werden, ohne Versöhnung einzufordern, und erst dann wird ein neuer Blick auf rechtsextremen Terror in der Gegenwart als Ausdruck menschenverachtender Kontinuität in Deutschland und eben nicht als eine Ansammlung von Einzelfällen (sic!) möglich.

Was ist das Problem mit Vonovia & Co. und was können wir dagegen tun?

Datum: 28.04.2023

Ort: GD 03/141 Zeit: 16-18 Uhr

Veranstalter*in: Aktionsbündnisses Gemeinsam gegen Vonovia & Co.

Am 28. April geht es in den Kritischen Wochen an der RUB um das Thema Wohnen. Dafür kommt die Initiative „Gemeinsam gegen Vonovia & Co“ und hält einen Vortrag. Sie berichten über kapitalmarktorientierte Immobilienkonzerne am Beispiel von Vonovia. Wie wirtschaften die Unternehmen und was bedeutet das für Mieter*innen? Und warum sind solche Konzerne mitverantwortlich für aktuelle Krisen am Wohnungsmarkt? Sie berichten auch über die Arbeit und Ziele ihrer Initiative: Wie also können wir gegen Vonovia vorgehen? Und sind Enteignung und Vergesellschaftung eine Option? Im Mai finden in Bochum bundesweite Aktionstage anlässlich der Hauptversammlung von Vonovia und der LEG statt. Am 20. Mai ziehen wir mit einer bunten Demo durch Bochum und am 21. Mai möchten wir uns unter der „Perspektive Vergesellschaftung“ als Bewegungen und Aktivist*innen vernetzen.
Wir wollen nicht mehr wohnen, um Großkonzernen die Taschen zu füllen!

Prostitution: das System, seine Profiteure und soziale Folgen

Datum: 27.04.2023

Ort: HGD 20 Zeit: 18-21 Uhr

Veranstalter*in: Sisters Dortmund & Netzwerk Ella

Referent*in: Vortrag gefolgt von einem Workshop von Viktoria K. (Überlebende)

Im Vortrag werden die unterschiedlichen Gesetzgebungen zur Prostitution weltweit vorgestellt und die sozialen Folgen dieser Gesetzgebungen thematisiert. Darauf aufbauend wird der Frage nachgegangen, was Sexkauf für eine Gesellschaft bedeutet und welche Konsequenzen es hat, wenn ein Staat mit Prostitution Steuern einnimmt.
Im Workshop soll stark teilnehmendenorientiert gearbeitet werden. Beispielsweise werden wir bei den Workshop-Anmeldungen die Teilnehmenden schon vorab darum bitten, uns die für sie wichtigen Fragen, Themen oder Aspekte zu schreiben. Damit kann sich die Referentin besser und zielgerichteter inhaltlich/ methodisch auf den Workshop vorbereiten. Es gibt drei Leitfragen:
Gesellschaft: Wie sollte der für dich ideale Umgang mit Prostitution aussehen?
Gesetz: Wie sollte die für dich ideale Gesetzgebung zur Prostitution sein?
Sexualität: Wie sollte die für dich ideale Sexualität funktionieren und welche Rolle soll dabei der Prostitution zukommen?
Die Referentin wird zusammen mit den Teilnehmenden die Fragen erarbeiten, diskutieren und aus ihrer Erfahrung und Expertise relevante Infos und Wissen weitergeben und kontextualisieren. Am Ende des Workshops sollen Ausblick, Ideen und Visionen zum Thema Prostitution von den Teilnehmenden selbst vorgestellt werden.
Anmeldung zum Workshop (gerne mit Fragen oder Aspekten) an: Ortsgruppe-dortmund@sisters-ev.de

Marxismus und die Kritik der politischen Ökonomie

Datum: 27.04.2023

Ort: GD 04/520 Zeit: 16-18 Uhr

Veranstalter*in: Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend

Die Lehren von Marx und Engels und ihre Kritik an der kapitalistischen Produktionsweise sind bis heute die Grundlage für ein linkes Weltverständnis. Engels nennt die menschliche Arbeit die Quelle allen Reichtums und die erste Grundbedingung allen menschlichen Lebens. Wenn wir untersuchen wollen, wie eine Gesellschaft funktioniert, müssen wir uns demnach zuallererst anschauen, wie die Arbeit in ihr organisiert ist. Die Politische Ökonomie ist die Wissenschaft, die sich mit der Herstellung der materiellen Grundlagen der menschlichen Gesellschaften beschäftigt. Sie dreht sich um die Frage, auf welche Weise die Menschen in den verschiedenen historischen Epochen den Produktionsprozess organisieren und welche Verhältnisse sie untereinander in Bezug auf diesen Prozess eingehen. In unserem Vortrag wollen wir uns ausgehend von Begriffen wie Wert, Kapital und Profit, einsteiger:innenfreundlich mit dem Thema der politischen Ökonomie beschäftigten und einen Überblick über die Lehren von Marx und Engels geben.