Wohin bewegt sich die Neonazi Szene in Dortmund? Zwischen Nazi-Area und bürgerlicher Entwarnung

Datum: 26.04.2023

Ort: Soziales Zentrum (Josephstaße 2, 44791 Bochum) Zeit: 19-21 Uhr

Veranstalter*in: Offenes AntiFa Café Bochum

Referent*in: M. Tross – Mean Streets Antifa Dortmund

Dortmund galt einst als Hochburg der Neonazi-Szene in Westdeutschland – und gilt es teilweise bis heut. Die Neonazis proklamierten den Stadtteil Dorstfeld als ihren Kiez, Aufmärsche und Angriffe waren an der Tagesordnung. Von Dortmund aus wurden überregionale Neonazistrukturen koordiniert und angeleitet.
Seitdem einige wichtige neonazistische Kader Haftstragen antreten mussten oder nach Ostdeutschland verzogen waren, wurde das über viele Jahre bekannte Dauerfeuer an Demonstrationen und Kundgebungen eingestellt. Städtische und polizeiliche Stellen sowie bürgerliche Akteur*innen gegen Rechts schrieben sich diese Entwicklung auf die Fahnen und gaben – vorsichtig – Entwarnung. Aus neonazistischen Kreisen war resignierend zu hören, dass es wohl aussichtslos sei, in den multikulturellen Ruhrgebietsstädten „nationale Werte und Politik“ zu verankern.
Doch wie sieht die Dortmunder Neonazi-Szene heute tatsächlich aus und welche Gefahren gehen von ihr – immer noch – aus? Wie sind die Organisationsstrukturen und welche Aktivitäten und Strategien sind zu erwarten? Wächst in Dortmund eine neue Generation von Neonazis heran – und was treiben die altbekannten Kader?
Der Vortrag bietet einen Überblick und versucht sich an einer Einschätzung der aktuellen Entwicklung und derzeitigen neonazistischen Strukturen und Aktivitäten in unserer Nachbarstadt Dortmund.

My body, my choice !? Schwangerschaftsabbruch Deutschland/Niederlande im Vergleich

Datum: 26.04.2023

Ort: GD 2/230 Zeit: 16-18 Uhr

Veranstalter*in: Soziale Medizin Ruhr

Referent*innen: Gabie Raven (Ärztin Gynaikon Klinik Roermond/Dortmund)
& Dorothee Kleinschmidt (Ärztin.pro familia Bochum)Soziale Medizin Ruhr

Das Deutsche Recht unterstellt, dass eine schwangere Person nicht selbst über ihre Schwangerschaft entscheiden kann. Mit Beratungspflicht, Indikationen und Bedenkzeiten werden Hürden aufgebaut, die den Zugang zu einem zeitnahen Schwangerschaftsabbruch erschweren. Auch Ärztinnen haben es nicht leicht. Bürokratische Hürden, niedrige Honorare, Strafandrohung und der mangelnde Schutz vor Abtreibungsgegnerinnen bewirken, dass immer weniger Fachleute bereit sind, Eingriffe anzubieten.
Im Anschluss vergleicht die Ärztin Gabie Raven die Versor-gungslage für ungewollt Schwangere in den Niederlanden und berichtet aus ihrem Alltag in einer Klinik mit Hauptschwerpunkt für Schwangerschaftsabbrüche in Dortmund.

Recherche – Tode bei Polizeieinsätzen in 2022

Datum: 25.04.2023

Ort: GD 03/141 Zeit: 18-21 Uhr

Veranstalter*in: Initiative Tode bei Polizeieinsätzen aufklären!

Im August letzten Jahres erschossen Polizeibeamt*innen den 16-jährigen Mouhamed Lamine Dramé. Sein Tod mobilisierte viele tausende Menschen gegen rassistische Polizeigewalt in Dortmund auf die Straße zu gehen.

Jetzt zeigen Recherchen der Bochumer Initiative „Tode bei

Polizeieinsätzen aufklären!“: Im Jahr 2022 sind mindestens 36 Personen während oder infolge einer polizeilichen Maßnahme gestorben. Wären sie noch am Leben, wenn die Polizei nicht gekommen wäre? Vonseiten der Polizei werden diese Fälle nicht vollständig erfasst und viele der Menschen bleiben namentlich unbekannt. Was haben die Fälle gemeinsam? Wie kann man von ihnen erfahren?Welche Geschichten werden (nicht) erzählt?

Der Rechercheweg von topa sowie einige Ergebnisse und Kritikpunkte werden vorgestellt und auch Raum für Fragen wird es geben.

TIKTOK Dancing around Politics

Datum: 25.04.2023

Ort: GD GD 1/450 Zeit: 16-18 Uhr

Veranstalter*in: Fachschaftsrat Sozialwissenschaft

Referent*in: Cylia Ungar

Tanzende Teenager, niedliche Hunde und politische Entscheidungen? Die Social-Media-Plattform TikTok ist, die am schnellsten wachsende Plattform und mit den steigenden Nutzerinnenzahlen steigt auch ihr Einfluss. Plötzlich geht es nicht mehr nur um Entertainment, sondern Demokratie und Geopolitik. TikTok s Mutterkonzern ist die Chinesische Firma Byte Dancer. Sensible Digitale Daten in den Händen der Chinesen? Egal ob Republikaner oder Demokraten … egal ob US-Kongress oder EU Commission. Man scheint sich einig zu sein. Nur US-Amerikanische Tech Konzerne sollen die Möglichkeit haben, ihre Nutzerinnen auszuspionieren und zu manipulieren. TikTok wird zum Politikum… aber geht es hier um die Interessen der Datensouveränität oder ist die Debatte um die Plattform nur eine Stellvertreterdiskussion für Anti asiatischen Rassismus und China Feindlichkeit

TV-Stud, Gewerkschaften und das gute Leben

Datum: 24.04.2023

Ort: GD 04/520 Zeit: 18-21 Uhr

Veranstalter*in: DGB-Hochschulgruppe

Referent*innen: mit Ann-Kathrin Hoffmann (TV-Stud-Vernetzung & Studierendensprecherin GEW NRW/Bund),
Janosch Tillmann (DGB- Bundesvorstand Handwerkspolitik)
und Mathias Mehnert (4-Stunden-Liga)

Die DGB-Hochschulgruppe präsentiert einen Dreiteiligen Vortrag, bei welchem die 4-Stunden-Liga, der DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) Bundesvorstand und Vertreter*Innen der TV-Stud zu Wort kommen werden. Die 4-Stunden-Liga wird gesellschaftliche Veränderungen anhand von radikaler Arbeitszeitverkürzung umreißen. Hierzu wird sowohl die 4-Tage Woche im vereinten Königreich angesprochen wie auch soziologische Ausarbeitungen von Frigga Haug oder Philipp Frey. Im Anschluss wird Janosch Tillmann vom DGB Bundesvorstand konkrete gewerkschaftliche Kämpfe für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen aufzeigen. Große Erfolge sind hier zum Beispiel der finanzielle Ausgleich des Arbeitsweges im Bauhauptgewerbe oder auch der TV-Beschäftigunsgsicherung. Zum Abschluss wird Ann-Kathrin Hoffmann als Studierendensprecherin GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) NRW/Bund und Teil der TV-Stud Vernetzung ein konkretes Projekt für Studierende präsentieren, in welchem sie ihre Arbeitsbedingungen verbessern können. Sie wird die Historie des TV-Stud beleuchten, die Realität der Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft und die Stellschrauben im Tarifvertrag benennen und anschließend einen Ausblick auf den Aktionsplan im Sommersemester 2023 geben.

Das Kapital in der Geschichte – Ist Marxismus überhaupt noch relevant?

Datum: 24.04.2023

Ort: GD 04/520 Zeit: 16-18 Uhr

Veranstalter*in: Platypus Affiliated Society Bochum

Referent*innen: Michelle Kubitza & Tariq Butt

Der Vortrag gibt eine Einführung in die historische Entwicklung der politischen Linken vor dem Hintergrund der kapitalistischen Moderne und den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts. Wie ist mit diesem Erbe umzugehen? Auf Grundlage des Vortrags wollen wir die offene Diskussion über diese und weitere Fragen eröffnen.

„Wie können wir Kämpfe gewinnen?“ am Beispiel der Krankenhausbewegung

Datum: 24.04.2022

Ort: HGB10    Zeit: 16-18 Uhr

Veranstalter*in: Verdi mit Aktiven der Krankenhausbewegung

Referent*innen: Aktive der ver.di Jugend im Uniklinikum Essen

Nach dem erfolgreichen Kampf der Berliner Krankenhausbewegung mit einem 1-Monatigen Streik und Tarifbindungen in sämtlichen Bereichen sind Organizer*innen nun an 6 Unikliniken in NRW dabei, die Menschen zu organisieren und das 100-Tage Ultimatum durchzusetzen. Anlässlich des 1. Mai’s und der Landtagswahl wird das Thema Gesundheit und Arbeitsbedingungen im Krankenhaus zum Thema in NRW. In dem Vortrag wird es um die Strategie des Organizings gehen und was gerade in der Kampagne der Krankenhausbewegung NRW passiert. In der Diskussion wollen wir mit Euch unter anderem darüber ins Gespräch kommen, was andere Bewegungen davon lernen und dem abgewinnen können.

Im Anschluss grillen wir auf dem Grillplatz vor dem HGB-Gebäude. Wir freuen uns, gemeinsam einen spannenden Auftakt der diesjährigen KriWo zu feiern!

DemokratischerKonföderalismus-ein alternatives Geschäftsmodell

Datum: 25.04.2022

Ort: GB 03/42    Zeit: 16-18 Uhr

Veranstalter*in: YXK Dortmund

Der Demokratische Konföderalismus, der auf den drei Säulen Frauenbefreiung, Ökologie und Selbstverwaltung beruht, ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit mit der Gesellschaft und politischer Bildung. Die Menschen organisieren sich in Rätestrukturen, die von unten nach oben aufgebaut sind. Neben den zahlreichen Kommunen für alle möglichen Bereiche des alltäglichen Lebens wird das politische Bewusstsein im Rahmen von Bildungsprogrammen bestärkt. Besonders inspirierend ist, dass die Frau den Maßstab für die Befreiung der Gesellschaft legt. Folglich kann eine freie Gesellschaft nur existieren, wenn die Frau aus der 5000-jährigen alten Zivilisation der Klassengesellschaft befreit wird. Die Revolution in Rojava ist vor allem eine Frauenrevolution. Letztlich beruhen alle gesellschaftlichen Probleme auf der Unterdrückung der Frau durch das Patriarchat. Von den Frauenverteidigungseinheiten bis hin zur den Frauenräten und deren Einrichtungen organisieren sich die Frauen. So kommen sie, und mit ihnen die gesamte Gesellschaft, der Befreiung immer näher. In der demokratischen Föderation Nordsyrien ist multiethnisches Leben möglich geworden.

Prostitution oder Sexarbeit? – Offene Diskussion über die Position der Gewerkschaften

Datum: 25.04.2022

Ort: HGD30        Zeit:18-21 Uhr

Veranstalter*in: DGB HSG

Der Themenkomplex Sexarbeit/Prostitution wird seit Jahrzehnten innerhalb der Politik und den Gewerkschaften diskutiert. Seitdem 2002 das ‚Prostitutionsgesetz‘ in Kraft getreten ist, ist Prostitution offiziell eine Dienstleistung und fällt innerhalb des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in den Bereich der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Während der Pandemie wurde in Deutschland, speziell auch im Landtag NRW, verstärkt über das Verbot von Sexkauf und das Nordische Modell (Schweden) diskutiert, auch ver.di hat dazu im NRW Landtag Stellung bezogen. Wir wollen hier mit GewerkschaftlerInnen, Personen mit persönlicher Erfahrung in Sachen Prostitution/Sexkauf und euch gemeinsam über die Positionen der deutschen Gewerkschaften diskutieren. Dazu gehören Fragen nach dem Arbeits- und Dienstleistungscharakter, der Vertretung und Arbeitskämpfen mit und durch die Gewerkschaften, den Positionen von Gewerkschaften außerhalb Deutschlands; nach der Unterscheidung zwischen ‚freiwilliger Sexarbeit’ und ‚Zwangsprostitution’.

Wir freuen uns, mit euch gemeinsam zu diskutieren

Staatsschulden – Wie der Sparsamkeitsmythos zu Ungleichheit führt

Datum: 26.04.2022

Ort: GB 03/42    Zeit: 16-18 Uhr

Veranstalter*in: FSR Sowi

Referent: Stephan Kaufmann

Im politischen Diskurs über den Staatshaushalt herrscht in Deutschland ein neoliberales Dogma welches besagt ein Staat könne nur so viel ausgeben wie er einnehme. Doch dieser Sparsamkeitsmythos ist aus wissenschaftlicher Perspektive veraltet und trägt aktiv zur wachsenden Ungleichheit bei. Nicht zuletzt in der COVID-19 Pandemie hat sich gezeigt, dass Investitionen möglich sind, wenn der politische Wille dazu existiert. Wie durch zwanghafte Sparsamkeit Ungleichheit wächst und wer davon profitiert erfahren wir in einem Vortrag von Stephan Kaufmann mit anschließender Diskussion.